Vielfältige Strukturen

Biotopvernetzungen bieten Lebensraum
Die Landschaftselemente auf dem Lämmerhof bestehen v.a. in Knicks und Knickgehölzen, Blühstreifen, Stilllegungen, Feuchtbiotopen, Kleingewässern, Streuobstwiesen, Magerstandorten und Säumen an den Wegrändern etc. Sie alle dienen sowohl dem Arten- und Klimaschutz als auch dem Erholungswert.

Was können wir in der Landwirtschaft noch mehr tun?
Einzelbiotope werden aktiv durch kurzzeitige oder langlebige Strukturen verbunden und gewährleisten Lebensraum für sensible Tier- und Pflanzenarten.  Die Stoppelbearbeitung nach der Getreideernte unterlassen wir oft, um  das Vorkommen von Wildarten zu fördern, z.B. um spätreifen Beikräutern wie Ackerschwarzkümmel und Ackerröte die Samenreife zu ermöglichen.

Beispiel Knick: Landschaftsprägend sind, v.a. in der Gemarkung Lankau, die historischen Knickstrukturen. Die Knicks fördern ein lebensfreundliches Mikroklima, dienen als Erosionsschutz und bilden die Grundlage für eine CO2-neutrale Rohstoffversorgung. Die Verfeuerung von Holzhackschnitzel findet bereits im privaten Bereich statt und soll künftig auf den Betrieb (Gewächshaus, Getreidetrocknung) ausgedehnt werden. Der Pflege durch auf-den-Stock-setzen (ca. alle 15 Jahre) widmen wir uns v.a. in den Wintermonaten, alternde Knicks neigen zu Auflichtungen und sind dann als Bruthabitat für viele Vogelarten (Neuntöter, Sperbergrasmücke) ungeeignet.

Neben dem Mikroklima begünstigen intakte Knickstrukturen auch das Makroklima: pro Grad Temperaturerhöhung steigt die Verdunstung um 5%. Eine abnehmende Bodenfeuchte führt zu geringerer Nährstoffverfügbarkeit und zu Winderosion. Oberhalb eines Temperaturoptimums werden Kulturpflanzen geschädigt, die Folgen sind verringerte Kornzahl pro Ähre. Der Knick dagegen schont den Wasserhaushalt und spendet wichtigen Schatten. Eine Landschaft aus einem Mosaik von Knicks, flachen Gewässern und begrünten Flächen trägt intensiv zu einem ausgeglichenem Klima bei.
 

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