Die Bedeutung des Hofes für den Naturschutz

Multifunktionales Nutzungskonzept mit Ökolandbau und Naturschutz
Die Biotopkartierung des Landes Schleswig-Holstein weist für den Bereich des Stecknitztales samt Seitenrändern umfangreiche Schwerpunkte im landesweiten Biotopverbundsystem aus. Sie stellt ein dichtes Netz von Verbundachsen dar. Viele Landschaftsbestandteile des Hofumfeldes sind daher als FFH- und Vogelschutzgebiete entsprechend dem Natura 2000-Netz gemeldet.
Unter anderem findet sich im Landschaftsraum z.B. die höchste Siedlungsdichte an Kranichbrutrevieren im westlichen Verbreitungsareal. Aber auch viele andere und vor allem biotopwechselnde Arten wie Weißstorch, Kiebitz, Seeadler, Schwarzspecht, Bekassine oder Waldwasserläufer nutzen die Flächen des Hofes als Brut- bzw. Rast- und Nahrungsbiotop.

Der Hof liegt eingebettet in einem Gebiet mit erheblicher Bedeutung für den Naturschutz. Die Gründe hierfür sind zum einen klimatisch bedingt aufgrund der  Übergangslage der Region zum kontinental geprägten Klimagebiet, aber ganz besonders auch im Erhalt vieler historischer Landschaftsbestandteile zu sehen. So sind zum Beispiel die meisten Saum- und Verbundstrukturen der Landschaft und des Hofes Knicks mit einem Alter von über 200 Jahren sowie bäuerliche Feldgehölze an Geländekanten oder begleitende Saumwälder entlang der Uferbereiche von Stillgewässern und an nicht begradigten bzw. wasserbaulich veränderten Bachläufen. In der Feldflur finden sich stabile Bestände von Niederwildarten wie Feldhase und Fasan. Auch kommen noch Rebhuhn und Wachtel vor und der Wachtelkönig in kleinen und zum Teil nur sporadisch brütenden Populationen.

Typische Vogelarten, die in den angrenzenden Waldökosystemen ihr Brutgebiet haben bzw. in engen Bezug zum Wald stehen, sind oftmals im Gelände an Gewäsern und Gehölzsäumen anzutreffen. Hervorzuheben sind hier der Seeadler, Kranich, Mittelspecht, Zwergschnäpper, Waldwasserläufer, Rotmilan und in Gewässernähe auch Gänsesäger und Schellente sowie an Sukzessionsflächen Schlagschwirl, Heidelerche, Wendehals und Sperbergrasmücke.

Multifunktionales Nutzungskonzept
Der Weg des Lämmerhofes zum ökologischen Landbau ist durch sein Engagement im  Naturschutz gekennzeichnet. Denn der ökologische Landbau hat multifunktionale Effekte: Er hat nicht nur die Aufgabe der Nahrungserzeugung, der Schaffung einer Landschaft mit Erholungswert, zusätzlich hebt er die Verinselung von Biotopen in der Landschaft auf. Fließende Übergänge und Strukturen auf den Hofflächen können bei einer größtmöglichen Vernetzung der Lebensräume helfen. 
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