Die Natur braucht Vielfältigkeit:

Auch in der Landwirtschaft können wir Landschaft gestalten.
Unsere Felder liegen in großen Blöcken verteilt in den Feldmarken der Ortschaften Panten, Mannhagen, Lankau, Nusse, Hollenbek, Neu-Horst, Gudow und Worth. Insgesamt sind 100 einzelne Felder zu betreuen, die vom Boden her unterschiedlich sind -  eine Herausforderung für die Landwirte des Lämmerhofes. Flächenspiegel siehe ganz unten.
Die eiszeitliche Entstehung führt zu einem steten Wechsel von kupierten, schweren, leichten und auch steinigen Feldern. Die meisten Flächen liegen eng verzahnt mit wertvollen Landschaftselementen wie den kommunalen Wäldern des Kreises Hzgt. Lauenburg (FSC-zertifiziert) und der Stadt Lübeck (Naturland). Grenzen zu konventionellen Flächen werden meistens mit Blühstreifen abgegrenzt.

Innerhalb der Felder fördern wir Biotope und ihre Vernetzung in der Landschaft.  Über dieses Netz sind unsere Felder verbunden, sie dienen als Wanderkorridor für freilebende Arten. Doch so manche Überraschung kommt hinzu, wenn Rot- und Schwarzwild aus den Wäldern kommen. Gänse und Kraniche laufen die frisch eingesäten Felder ab und laben sich an dem zarten Grün. Es ist ein gutes Zeichen, daß die Wildtiere unsere Felder gerne aufsuchen. Wir kennen die Bereiche, wo wir lieber keine Bohnen anbauen sollten oder den Weizen dichter säen, damit es reicht. Kleine Opfer nehmen wir hin, wenn 200 Kraniche den frisch gekeimten Sommerweizen entdecken. Meist entschädigt der imposante Anblick dieses Naturphänomens und wenn dann bald der Regen fällt, wächst sich so einiges zurecht.

Viele Arten sind auf die Verschiedenartigkeit im Anbau angewiesen. Darum halten wir einige Feldgrößen bewußt gering, um den Ansprüchen der Wildtiere eher gerecht zu werden. Rebhuhn und Fasan lieben die Haferschläge aufgrund der vielen Insekten, die Feldlerche brütet gerne in niedrig wachsenden Beständen wie Sommergerste und Kleegras. Kornblume und Klatschmohn sind gern im Dinkel oder Roggen zu Hause. Die Wachtel liebt die spät räumende Bohne, und die Greifvögel lieben die überwinternden Stoppelfeldern mit den vielen Mäusen.
Somit wird der Landwirt auch zum Wirt für viele Wildtiere. Es ist ein Stück Agrarkultur, das wir auf unsere Felder zurückgeholt haben.

Flächenspiegel:

Ackerland 400 ha                     

davon Kleegras  ca.  50 ha      Begrünung nach Aberntung
Bohnen                     30 ha
Winterweizen           30 ha         Zwischenfrucht
Sommerweizen       40 ha         Untersaat oder Zwischenfrucht
Dinkel                        70 ha         Zwischenfrucht
Hafer                         70 ha         Untersaat oder Zwischenfrucht
Sommergerste        40 ha         Untersaat oder Zwischenfrucht
Roggen               ca. 80 ha        Untersaat

Weidelandschaften   ca. 150 ha

Wald                     10 ha
Wasserflächen      8 ha
Knicks, Hecken   20 ha
Biotope etc.           7 ha
Hof und Wege ca. 2 ha

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